Zu Beginn ein Geständnis: Ich habe nie gelernt, mit Geld umzugehen. Das liegt nicht daran, daß es mir niemand beigebracht hätte. Schon in der Kindheit lernte ich die wichtigsten Grundsätze „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not!“ oder „Spare, lerne, leiste was, dann haste, kannste, biste was!“, aber so richtig „klick“ hat es in meinem Kopf in bisher 48 Jahren nicht gemacht. Das führte mich zwischendurch bis in die Privatinsolvenz, aus der ich mich aber glücklicherweise befreien konnte – nicht zuletzt auch Dank der Hilfe und Unterstützung meiner Familie.

Woran liegt das? Einen wirklichen Grund dafür kenne ich nicht, aber viele beitragende Faktoren. Neben der Tatsache, daß ich a) viele schöne Dinge liebe und b) einen gewissen Endorphinrausch verspüre, wenn ich schöne Dinge bekomme, habe ich eine gewisse Neigung zu Impulsivkäufen. Gepaart mit Schwierigkeiten, meine Konten und vor allem die vielen Transaktionen (besonders die, die noch kommen werden) zu überblicken wird das zu einer brisanten Mischung. Ich habe in meinen 48 Jahren schon wirklich viel versucht, diverse Haushaltsprogramme, Sparpläne, was auch immer, nichts hat funktioniert – bis ich über die Anwendung „YNAB“[1] gestolpert bin.

Was ist YNAB? „YNAB“ ist zunächst einmal ein englisches Akronym für „You Need A Budget!“, zu deutsch: „Du brauchst ein Budget!“. Dieses Motto ist zentral für die dahinterstehende Anwendung – und ich bin ja immer skeptisch, wenn mir jemand sagt: „Du brauchst dies oder das“! Deshalb bin ich, nachdem ich im Internet zuerst über den Link gestolpert bin, erstmal eine Weile wie die Katze um den heißen Brei geschlichen, ehe ich mich entschied, dem Ganzen einen Versuch zu widmen. YNAB ist zuächst mal eine Art Haushaltsbuch. Was es von anderen Haushaltsbüchern, die ich kenne, unterscheidet, ist die Philosophie dahinter. Während die meisten Haushaltsbücher, die ich kenne, lediglich Einnahmen und Ausgaben verwalten und daraus mehr oder weniger schöne Statistiken erstellen, geht YNAB hier den entscheidenden Schritt weiter, indem es dazu ermuntert, die Ausgaben zu planen.

Die YNAB-Philosophie basiert auf vier einfachen Regeln (in Klammern jeweils eine sinngemäße Übersetzung ins Deutsche:
1. Give Every Dollar a Job (Gib jedem Euro etwas zu tun)
2. Save for a Rainy Day (Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not)
3. Roll With the Punches (Federe Einschläge ab)
4. Live on Last Month’s Income (Lebe vom Einkommen des letzten Monats)

Das war’s. Ansonsten macht die Software keinerlei Vermutungen oder Vorgaben. Sie besteht aus einer Webanwendung (der Haupt- und komfortabelste Teil) und einer App für’s Smartphone oder Tablet. Letztere ist in ihrer Funktionalität etwas eingeschränkt und auch das Interface ist leider nicht wirklich konsistent mit der Webanwendung – allerdings ist man auf die Smartphone- oder Tablet-App auch nicht wirklich angewiesen. Ich nutze die letzteren fast ausschließlich unterwegs, um bei Einkäufen diese sofort als Transaktion anzulegen. Alles andere mache ich gewöhnlich in der Webanwendung.

Was macht diese Software nun so besonders, außer, daß sie auf vier simplen Regeln basiert? Die Besonderheit ist, daß sie das eigene Geld – und zwar nur das, das man tatsächlich jetzt im Augenblick hat – in den Mittelpunkt stellt, aber zwei verschiedene Blickwinkel darauf bietet. Diese beiden Blickwinkel unterscheiden und schätzen zu lernen ist vielleicht auch eine der größten Hürden beim Erlernen des Umgangs mit YNAB.

Eigentlich ist es ganz einfach und es ist auch genau der Knackpunkt, der mir zum Verständnis des Umgans mit Geld immer gefehlt hat: ich kann auf der einen Seite sehen wo mein Geld ist: Das sind in YNAB die Accounts (Konten). Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Ecken, wo ich Geld habe, selbst nur ein paar Cent, zu erfassen, mit dem Ergebnis, daß ich jetzt jederzeit auf den Cent genau weiß, wieviel Geld wo ist, von meinem Bankkonto über das Aktiendepot und mein Portemonnaie bis hin zum Sparstrumpf in der Kommode. Eine wichtige Unterscheidung sind bei YNAB dabei zwei Klassen von Konten: „Budget“-Konten enthalten Geld, das unmittelbar zum Ausgeben zur Verfügung steht, zum Beispiel das Gehaltskonto, die Kreditkarte, Bargeldkonten, Tagesgeld. „Tracking“-Konten, auf der anderen Seite, werden zwar in YNAB mit geführt und zum Gesamtvermögen hinzugerechnet – aber sie werden nicht im Budget berücksichtigt. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Aktiendepots, andere Wertanlagen, aber auch Kredite, vom kleinen Warenkredit bis zur Hypothek auf dem Eigenheim.

Was YNAB jetzt wirklich von seinen Konkurrenten unterscheidet ist die zweite Perspektive auf das Geld, nämlich das Budget. Während die meisten Haushaltsbücher, die ich kenne, Kategorien nur verwenden, um tatsächliche Ausgaben zu verwalten, nutzt YNAB diese auch zur Planung künftiger Ausgaben.

Grundlage ist dabei immer der laufende Monat. YNAB empfiehlt (nicht: schreibt vor!), seine Ausgaben in Blöcke zu unterteilen. Zum einen in „Immediate Obligations“, das sind die „laufenden Kosten“, wie z.B. Miete, Strom, Lebensmittel, Telefon-, Fernseh- oder Internetgebühren, Ausgaben für Haustiere etc.p.p.). Dann gibt es sogenannte „True Expenses“ – dazu gehören zum Beispiel regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Vereinsbeiträge, Versicherungen, jährliche Abos und so weiter. Gerade letztere werden wir noch genauer beleuchten. Wenn man offene Kredite hat (bei den „Tracking Accounts“), dann kann man für diese eine eigene Gruppe einrichten, um die monatlichen Ratenzahlungen rechtzeitig zu budgetieren. Dieses Schema ist aber nur eine Empfehlung, die man beliebig ändern oder ergänzen kann.

Die erste, schwierigste und wahrscheinlich frustrierendste Arbeit ist also, a) seine eigenen Finanzen minutiös zu erfassen und b) die Ausgaben in sinnvolle Kategorien und Kategoriegruppen zu unterteilen. Man kann das aber voller Vertrauen angehen, denn wenn man irgendwann feststellt, daß eine Kategorie schlecht benannt ist oder in eine andere Grupe gehört, ein Konto oder eine Kategorie noch fehlt oder was auch immer – man kann alles nachträglich ändern. Ich nutze YNAB jetzt seit einem guten halben Jahr (seit Anfang März 2019) und optimiere immer noch gelegentlich (meistens kommt etwas hinzu, was ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, auch dazu komme ich später nochmal).

Wenn man jetzt alles eingerichtet hat – Konten auf der einen Seite, Kategorien im Budget auf der anderen, dann sollte man hoffentlich ein grünes Feld in der Kopfleiste der Webanwendung sehen: „TBB“ oder „To Be Budgeted“. Die darin verzeichnete Summe entspricht der Summe aller „Budget“ Konten. Dies ist jetzt der Ausgangspunkt für die erste Regel: Gib jedem Euro einen Job. Dabei – und das ist eine ganz wichtige Erkenntnis – gibt es keine eindeutige Zuordnung von Geld eines bestimmten Kontos zu einem bestimmten Budget! Wenn ich für Lebensmittel €200,00 budgetiere und €37,46 ausgebe, dann ist es aus Sicht des Budgets unerheblich, ob ich es bar oder mit der Karte bezahle.

Regel #1 hat man erfüllt, wenn alle verfügbaren Euro einem Budget zugewiesen sind, wenn also die Summe in TBB Feld Null ist. Sie sollte niemals negativ werden (das bedeutet, das man mehr Geld verplant hat, als man hat), man sollte aber auch nicht unbedingt Geld darin lassen. Es ist okay, wenn man sich mit dem budgetieren ein paar Tage Zeit läßt, aber den Idealzustand erreicht man, wenn *alle* Euros einen Job haben.

Wie erreicht man das? Man geht einfach seine Kategorien durch (es ist sinnvoll, diese nach Wichtigkeit und / oder Datum, wenn sie bezahlt werden müssen, zu ordnen) und tippt in die „Budgeted“ Spalte ein, wieviel man diesen Monat für die besagte Kategorie ausgeben möchte (oder muß) – das ist alles. Man kann so lange budgetieren, bis alle Kategorien voll sind – im Idealfall bleibt dann noch etwas in TBB übrig (dazu kommen wir gleich bei Regel #2). Falls TBB die Null erreicht, *bevor* alle Kategorien gefüllt sind, dann ist das nicht automatisch ein Grund zur Panik: wenn das Einkommen später noch kommt (zum Beispiel erst in der Monatsmitte oder gar am Ende), dann läßt man Kategorien halt „Underfunded“, bis das Geld eintrifft – wenn Zahlungen in der Kategorie zu erwarten sind, budgetiert man soviel wie nötig, um bis zum nächsten Einkommen alle bis dahin zu leistenden Zahlungen abdecken zu können.

Ist jedoch nachdem der komplette Monat budgetiert ist, immer noch Geld vorhanden, greift Regel #2: Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. In Verbindung mit Regel #4 (Lebe vom Einkommen des letzten Monats) können Überschüsse zum Beispiel in eine „Notfall-“ oder „Pufferkategorie“ budgetiert werden. Man kann diese beiden Kategorien auch zusammenfassen, ich bevorzuge sie aber getrennt. Die Pufferkategorie sollte so groß (oder größer) sei als das, was man im *kommenden* Monat auszugeben gedenkt. Sobald dies gelingt, ist Regel #4 erfüllt: am Ende des aktuellen / Anfang des Folgemonats budegtiert man den kommenden Monat aus der Pufferkategorie und lebt damit vom Einkommen des Vormonats. Alle Einkünfte des kommenden Monats können direkt in die Pufferkategorie oder, wenn es Überschüsse gibt, in längerfristige Ziele budgetiert werden.

Eine Notfallkategorie hingegen hängt eng mit der Regel #3 zusammen: Einschläge abfedern. Was hier so launig benannt ist, hat mir in den letzten Monaten einiges Kopfzerbrechen bereitet – dies wird aber (dank YNAB) immer weniger: ich hatte ja Eingangs bereits erwähnt, daß eine meiner Schwierigkeiten darin bestand, zukünftige Zahlungen zu berücksichtigen. Ich wußte nie aus dem Kopf, wann welche Versicherung zu zahlen ist, wann Miet- oder Stromnachzahlungen kommen oder welche seltsamen Abonnements ich irgendwann mal abgeschlossen hatte. Diese tauchten, während ich bereits mit YNAB arbeitete, als unerwartete Zahlungen auf, die irgendwie beglichen werden mußten.

Dank YNAB wußte ich jetzt aber nicht nur *wo* mein Geld war, sondern auch wofür ich es verplant hatte – und so konnte ich durch meine Kategorien gehen und bei Dingen, die etwas Aufschub erlaubten (zum Beispiel sparen für einen Urlaub) etwas abzwacken, um die Versicherungsrechnung zu begleichen. Gleichzeitig habe ich für diese Zahlung sofort eine Kategorie eingerichtet (in YNAB-Lingo einen „Sinking Fund“) und eins der mächtigsten Werkzeuge von YNAB eingesetzt: die „Goals“ (Ziele).

YNAB kennt mittlerweile vier unterschiedliche Ziele, im Fall jährliche (oder quartalsweiser Zahlungen) nutze ich „Monthly Contribution“ (monatlicher Beitrag) Ziele: ich teile den jährlich zu zahlenden Betrag durch 12 (oder den quartalsweisen durch drei) und budgetiere jeden Monat diesen Teilbetrag. Das tut nicht weh und wenn im nächsten Jahr die Zahlung wieder ansteht warten die Euros schon sehnsüchtig darauf, ihren Job zu machen – das war für mich der Durchbruch in meinen Finanzen!

Klar, es gibt Leute, die beherrschen das auch ohne YNAB – aber für Impulsivkäufer wie mich sind das genau die Zügel, die ich brauche. Es macht mir *richtig* Spaß, zu sehen: hach, da kommt aber eine große Ausgabe… egal! Das Geld dafür liegt wohlbehalten im Konto! Dieses Gefühl hatte ich noch nie und es ist *so* erleichternd!

In YNAB nennt man das „umbudgetieren“ wegen einer unerwarteten Zahlung übrigens „WAM“ – nach dem Spiel „Whack-A-Mole“, bei dem aus mehreren Löchern kurzzeitig stilisierte Maulwurfköpfe herausgucken, die der Spieler mit einer Keule zu treffen versucht. Allgemein ist der Ton in der Anwendung (zum Beispiel in den in der Anwendung vorhandenen Hilfetexten, dem Support-Forum[2] oder in den sehr lebhaften Facebook-Gruppen[3]) recht locker. Falls man Hilfe braucht, ist das Team sehr gut erreichbar und sehr hilfsbereit – da kann sich manch anderes Softwarehaus gleich mehrere Scheiben abschneiden. Es gibt auch viele Videos und Tutorials zu YNAB, die mir am Anfang auch sehr geholfen haben, die Lernkurve zu meistern.

Wichtig ist jetzt nur noch, aktuell zu bleiben. In den USA gibt es die Möglichkeit, Transaktionen und Kontostände automatisch von den Banken abzufragen, das geht in Europa – zumindest bisher – nicht, man muß alles manuell eintragen. Ich empfinde das aber gar nicht so als Nachteil, weil ich so zum Einen besser den Überblick behalten, weil ich jede Transaktion „angefaßt“ habe und weil ich gewisse Anpassungen vornehmen kann, die bei automatischer Abrechnung die Übersicht auf lange Sicht erschweren würden. Ein Beispiel: Für jede Transaktion braucht man einen Empfänger. Gerade für Manche Kleingeschäfte lohnt es sich aber nicht, für jeden Kauf einen eigenen Empfänger anzulegen – der kleine Snack am Bahnhof oder vom Kiosk wird deshalb unter „Kiosk“ verbucht, egal, wo es gekauft wurde.

Ich habe mir angewöhnt, da ich das Handy fast immer dabei habe, bei jedem Kauf die Transaktion sofort in YNAB zu vermerken (falls ich das wider Erwarten einmal nicht dabei haben sollte, nehme ich den Kassenzettel mit). Auf diese Weise geht sie sofort aus dem Budget und ich kann nicht in Versuchung geraten, mehr auszugeben, da ich im Budget sofort sehe, weiviel noch für jede Art Ausgaben zur Verfügung steht. Gerade bei Kartenzahlungen dauert es aber gewöhnlich ein bis zwei Tage (bei Kreditkarten sogar länger), bis die Zahlung bei der Bank im Konto gebucht wird. Dafür hat YNAB eine recht unscheinbare, aber sehr praktische Funktion: Bei allen Transaktionen gibt es einen „Clear“-Knopf. Bei Transaktionen aus Barkonten ist dieser sofort aktiv (das Geld ist ja weg), während er bei Kartenzahlung nach Eingabe der Transaktion zunächst inaktiv ist.

Die Kontoansicht zeigt dann auch drei Beträge in der Kopfzeile „Cleared Balance“ (tatsächlicher Kontostand), dies ist der Betrag, der momentan *tatsächlich* im Konto liegen sollte. Daneben steht eine (gewöhnlich negative) „Uncleared Balance“ – dies sind Transaktionen, die zwar schon stattgefunden haben, aber noch nicht im Konto verrechnet sind, also zum Beispiel der Kauf mit der Bankkarte. Diese beiden Werte in Summe ergeben die „Working Balance“ – und dieser Wert wird in YNAB als Kontostand angezeigt. Das kann am Anfang ein wenig verwirren, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist es extrem sinnvoll, da YNAB die Abbuchung schon anzeigt, bevor sie tatsächlich auch im Kontoauszug auftaucht.

Dies erfordert natürlich, daß man regelmäßig (zum Beispiel einmal an jedem Arbeitstag) seine Kontostände abfragt und sie mit YNAB abgleicht – in der Regel reicht es völlig aus, für jede bestätigte Zahlung den „clear“ Knopf bei der zugehörigen Transaktion zu drücken. Die „Uncleared Balance“ bewegt sich mit jedem „Clear“ Richtung Null und wenn keine Zahlungen mehr ausstehen, sind Cleared Balance und Working Balance auch identisch. Wenn alle Zahlungen, die sowohl in YNAB als auch im Kontoauszug vorliegen, geklärt sind („Clear“ Knopf aktiviert), dann sollte die Cleared Balance wieder exakt dem Kontostand des Kontoauszuges entsprechen. Jetzt kann man oben rechts im Fenster der Webanwendung den „Reconcile Account“ (Konto abgleichen) Knopf drücken (dies geht übrigens *nicht* in den Apps!). Daraufhin fragt die Webanwendung, ob der Kontostand in YNAB mit dem tatsächlichen im Konto übereinstimmt und falls ja, kann man dies bestätigen – die Konten sind abgeglichen. Auf diese Wiese hat man stets den Überblick, wo man wieviel Geld noch zur Verfügung hat und wo dieses momentan verplant ist.

Ein letzte Punkt, der mir das Leben sehr erleichtert, sind wiederkehrende Transaktionen. Wenn man in YNAB eine Transaktion erfaßt, kann man beim Datum eine „Wiederholen“ Funktion aktivieren. Es stehen verschiedenste Intervalle (jährlich, halbjährlich, monatlich, …) zur Verfügung. Dies ist besonders sinnvoll für Miete, feste Raten oder Versicherungsbeiträge oder eben alles, was man regelmäßig zahlen muß. Zum nächsten Termin des Intervalls stellt YNAB die Transaktion dann automatisch ein – man muß sie nur noch „genehmigen“ („Approve“) oder ablehnen („Reject“). Letzteres habe ich noch nie gebraucht, ersteres erledige ich meistens gleich mit dem „Clear“, weil das die „Approve“-Aktion automatisch beinhaltet. Man kann die Transaktion natürlich auch ändern, entweder nur die aktuelle (weil man halt mal ein bisschen mehr telefoniert hat als sonst), oder auch alle zukünftigen (wenn zum Beispiel der Versicherungsbeitrag steigt). Das funktioniert sowohl für Ausgaben als auch Einkommen, wobei ich mir angewöhnt habe, quasi als meine persönliche Regel #5, Ausgaben früh und Einnahmen spät zu terminieren: Ausgaben setze ich auf den frühesten Termin, an dem sie kommen können, damit ich vorgewarnt bin; Einnahmen auf den spätest möglichen Termin, damit sie nicht mehr Geld angezeigt wird, als tatsächlich da ist. Kommt die Einnahme doch früher, dann kann ich sie jederzeit mit der „Enter now“ (Jetzt eingeben) Funktion aktivieren, ohne den Termin späterer Einnahmen zu verändern.

Ob sich YNAB lohnt (es kostet $84 pro Jahr) findet man am besten mit dem freien Monat (34 Tage, um genau zu sein) heraus. Ich habe in diesem Monat die vielen frei erhältlichen Kurse und Videos in Anspruch genommen, danach war ich überzeugt, daß es für mich funktioniert und die unerwartete Zahlung von $84 geWAMt (natürlich habe ich dann sogleich eine „Sinking Fund“ Kategorie dafür eingerichtet). Falls Ihr es ausprobieren wollt, würde ich mich freuen, wenn Ihr meinen Empfehlungs-Link[4] dazu verwendet: falls Ihr Euch entscheidet, die Software weiter zu nutzen, bringt mir das einen Frei-Monat (eine kleine Belohnung für den langen Text hier). Ich bedanke mich auch ganz herzlich!

Zum Schluß vielleicht noch eine kleine Liste von Vor- und Nachteilen von YNAB (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Vorteile:
– Sehr flexibel
– Nicht nur Verwaltung des Status Quo sondern sinnvolle Planung
– Wird stetig weiterentwickelt
– Exzellenter Support durch den Hersteller und die Community
– Im Grunde sehr einfach, wenn man sich die vier Regeln verinnerlicht

Nachteile:
– Derzeit nur in Englisch verfügbar (es gibt aber eine deutsche Facebook Gruppe[5])
– In Europa kein automatischer Abgleich mit Banken möglich
– Die Interfaces von Webanwendung und Mobil-Apps sind inkonsistent
– Manche sinnvolle Funktion fehlt (noch)
– Gerade am Anfang etwas verwirrend (Tipp: Videos / Tutorials nutzen!)

Links:
[1] https://www.youneedabudget.com/
[2] https://support.youneedabudget.com/?utm_source=helpscout&utm_content=beacon2_inapp_forum
[3] https://www.facebook.com/groups/YNABFans/
[4] https://ynab.com/referral/?ref=3S_Jp1cQhCIrHGJa&utm_source=customer_referral
[5] https://www.facebook.com/groups/462440850605993/

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